Der Abrufkredit

Der Abrufkredit – perfekter Mix aus Dispokredit und Ratenkredit

Wer auf der Suche nach einem ständig verfügbare Kredit ist, landet in der Regel beim Dispositionskredit. Doch diese Kreditform ist nicht die einzige Lösung für einen ständig verfügbaren Kreditrahmen, denn es gibt eine deutlich attraktivere Kredit-Alternative. Zudem ist diese Kreditform in der Regel deutlich günstiger als der Dispokredit. Diese Alternative nennt sich Abrufkredit. Die Bezeichnung für diesen Kredit resultiert aus seiner Funktion. Denn der Abrufkredit bietet Kunden einen vereinbarten Kreditrahmen, der nach seiner Beantragung jederzeit ganz oder teilweise abgerufen werden kann. Hierfür ist auch die Bezeichnung Rahmenkredit durchaus geläufig. Der Abrufkredit ist eine Kreditart, welche sich bei vielen Kreditnehmern in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Die Gründe für diese steigende Beliebtheit ergibt sich aus seinen Merkmalen. Denn der Abrufkredit stellt eine perfekte Mischung aus Dispositionskredit einerseits und dem Ratenkredit andererseits dar.

Abrufkredit - Rahmenkredit

Hauptmerkmale des Abrufkredits beziehungsweise Rahmenkredit

Der Abruf- beziehungsweise Rahmenkredit verbindet in seiner Konstruktion aus zwei Formen des Kredit. Zum einen die Flexibilität der schnellen, jederzeit nutzbaren Verfügbarkeit eines Dispokredit. Zum anderen die sehr günstigen Zinsen eines herkömmlichen Ratenkredits. Gerade beim Jahreszins ist der Abrufkredit im Vergleich zum Dispokredit dei deutlich bessere Alternative. Hinzu kommt beim Abrufkredit, dass mit der kreditgewährenden Bank keine feste monatliche Kreditrate zur Tilgung eines in Anspruch genommenen Abrufkredits vereinbart wird. Diese hohe Flexibilität muss also nicht teuer anhand eine hohen Zins erkauft werden, ganz im Gegenteil. Denn trotz seiner hohen Flexibilität bewegen sich – wie bereits erwähnt – die Zinssätze beim Abrufkredit deutlich unterhalb des Niveaus von Dispositionskrediten.

Jedoch gilt beim Abrufkredit zu beachten, dass die Zinssätze des Rahmenkredits beziehungsweise Abrufkredits laufend den Gegebenheiten des Marktes angepasst werden. Insofern ist über einen längeren Zeitraum stets mit schwankenden Zinsen zu rechnen. Soll also mit der Bank ein Abrufkredit ausgehandelt werden, gilt es als Kunde in Relation zum Jahreszins eine klare Laufzeit des Rahmenkredit zu vereinbaren.

In Relation zu diesem Vorgehen der Banken beim Abrufkredit bietet der klassische Ratenkredit hinsichtlich der Zinsbelastung eine deutliche höhere Kalkulationssicherheit. Die Mindestanforderungen die Banken bei der Gewährung eines Abrufkredits an den Kreditnehmer stellen, ist die monatliche Rückzahlung einer Mindestsumme. Deren Höhe richtet sich in der Regel nach der tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditsumme. Anstelle einer festen Mindestsumme kann mit manchen Banken auch eine prozentuale Rückführung der beanspruchten Kreditsumme auf Monatsbasis verhandelt werden.

Einrichtung eines Abrufkredit unabhängig vom existenten Girokonto

Zunächst einmal ist der Abruf- bzw. Rahmenkredit, anders als es beim Dispokredit der Fall ist, unabhängig von einem Girokonto. Ein Vorteil gegenüber dem normalen Dispokredit liegt also darin, dass man als Kunde wählen kann, bei welchem Institut der Rahmenkredit beantragt werden soll. So wird auch bei dieser Kreditart, ähnlich wie beim Dispokredit, zunächst eine bestimmte Kreditlinie seitens der kreditgewährenden Bank zur Verfügung gestellt. Diese Kreditlinie kann dann auf einem gesonderten Kreditkonto jederzeit ohne weitere Absprachen mit der Bank vom Kreditnehmer zur freien Verwendung abgerufen werden. Das bereitgestellte Kreditvolumen kann dabei vollständig auch nur in jeweils benötigten Teilbeträgen abgeschöpft werden.

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