Der Dispokredit ist einfach und bequem, aber teuer und gefährlich

Posted in Unser Finanz Blog on 08/05/2017 - 0 comment

Gewohnheit und Bequemlichkeit – 2 der wesentlichsten Charakterisierungen des Menschen und zwar unabhängig, welcher Nationalität. Nun gut – bei dem Einen sind diese beiden Eigenschaften  weniger, bei dem Anderen etwas stärker ausgeprägt. Fakt ist aber, dass der Menschen im Grunde ein Gewohnheitstier ist. Zwar wird jedes Neue aufgrund ebenso existierender Neugierde mit entsprechendem Interesse betrachtet. Wenn es aber darum geht etwas über die Jahre hinweg „gewohntes“ gegen etwas “Neues“, aber weitestgehend „Unbekannte“ auszutauschen, hadern die meisten Menschen. So werden zahlreiche Dinge des alltäglichen Lebens aus reiner Bequemlichkeit stillschweigend in Kauf genommen. Trotz dessen, das man sich über eben jene Dinge bereits das eine oder andere Mal deutlich geärgert hat. Als eins der besten Beispiele gilt hierfür das Thema Dispokredit. So stellen beim Dispokredit die exorbitant hohen Kosten, welche entstehen, wenn das Girokonto aus welchen Gründen auch immer mal ins Minus rutscht, ein immenses Ärgernis dar. Und doch wird eben jener, für Ärger sorgende, weil teure Dispositionskredit immer wieder in Anspruch genommen. Eigentlich kaum nachzuvollziehen – oder?

Trotz teurem Zinssatz: Dispokredit genießt hohe Akzeptanz

Doch ist es? Denn der Dispokredit ist halt bequem und irgendwie ja auch vertraut. Die Bank stellt den Kredit ohne großen Aufwand meist in Höhe des Zwei- bis Dreifachen des monatlichen Nettogehalts bereit. Man kann zu jeder Zeit, unabhängig von Öffnungszeiten über die Kreditsumme ganz oder in Teilen verfügen und ist bei der Tilgung auch noch hochflexibel. Alles wunderbar, nur wenn der Blick auf die Kosten für den Dispo erfolgt, tritt Ernüchterung ein. Die Bequemlichkeit kostet und das nicht gerade wenig! Denn trotz anhaltender Niedrigzinsphase liegt der Zinssatz für den Dispositionskredit im Durchschnitt bis zuletzt bei deutlich über zehn Prozent. Vereinzelte Bankinstitute haben sogar noch höhere Zinssätze für den eingeräumten Dispokredit veranschlagt.

Finanzieller Engpass – die Alternativen zum Dispokredit

Umso unverständlicher erscheint es, diesen teuren Dispokredit in Anspruch zu nehmen, wenn doch seit geraumer Zeit dank der EZB Politik die Zinsen auf einem absoluten Tiefstand sind. Denn es ist unbestritten, dass es eben Dank des niedrigen Zinsniveaus deutlich bessere Alternativen zum Dispokredit gibt, einen finanziellen Engpass zu überbrücken. Wird eine grössere Kreditsumme benötigt, dann sind die zahlreichen Angebote für einen Onlinekredit sicherlich die beste Alternative. Wo hingegen, wenn nur für einen kürzeren Zeitraum eine kleinere Summe – quasi als Vorschuss auf das nächste Gehalt – benötigt wird, der Minikredit sicherlich die erste Wahl ist. Doch letztendlich bleibt eins festzustellen: Mit wenige Ausnahmen ist und bleibt der Dispokredit teuer und sollte auch aus reiner Gewohnheit und Bequemlichkeit nicht dauerhaft genutzt werden. Denn es ist definitiv besser nach günstigeren Kreditalternativen Ausschau zu halten – auch wenn es das „erste Mal“ ist.

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