Der Kredit

Was ist eigentlich ein Kredit?

Die Begrifflichkeit „Kredit“ existiert in unserem heutigen Sprachgebrauch in vielerlei Zusammenhängen. Dabei steht hier immer ein menschlicher Wert im zentralen Mittelpunkt und das ist Vertrauen. Nicht ohne Grund hat ein Satz wie „Wer Kredit bei anderen Menschen hat, genießt ihr Vertrauen“ einen dermaßen hohen Stellenwert in der heutigen Gesellschaft. Dabei verbinden die Menschen den Begriff „Kredit“ jedoch in allererster Linie einmal mit einem klassischen Finanzgeschäft. Doch auch bei Bankkrediten geht es im Grunde um nichts anderes als eben jenes Vertrauen. Dokumentiert in einer entsprechenden Kreditvereinbarung zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer.

Die Kreditrate

Wer Geld in Form eines Kredits, egal welcher Art verleiht, vertraut darauf, das der Kreditnehmer, eben jenes geliehene Geld nebst Zinsen über einen vorher festgelegten Zeitraum oder zu einem bestimmten Zeitpunkt vollständig an Ihn als Kreditgeber zurückzahlt. Dabei erfolgt diese Rückzahlung eines gewährten Kredits stets einem Muster, welches im Allgemeinen als Ratenzahlung bekannt ist. Woraus sich letztendlich auch der Begriff des Ratenkredit ableitet. Die Tilgung beziehungsweise Rückführung eines Kredit kann also in eben jenen regelmäßig zu leistenden Raten geschehen, die entweder über die gesamte Laufzeit gleich hoch ausfallen (= Annuität) oder sich aus einem festen Tilgungsbetrag nebst, auf Grund des kleiner werdenden Schuldbetrags, stetig abnehmender Zinsleistung zusammensetzen. Endfällige Kredite werden am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt.

Der Kredit und seine Merkmale

Der Zins bei einem Kredit

Da die Vergabe eines Kredits für ein Finanzinstitut eine Einnahmequelle darstellt, erhebt diese bei der Vergabe eines Kredits entsprechende Gebühren, welche als Zins beziehungsweise Zinsen bekannt sind. Der Zins stellt für den Kreditgeber auch eine Art Absicherung für ein Risiko dar, welches sich Kreditausfall nennt. Exakt dann, wenn im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Zahlungspflichtigen nicht die vollständige Kreditsumme getilgt werden kann, spricht man von einem Kreditausfall. Neben der geliehenen Summe muss der Schuldner beziehungsweise Kreditnehmer somit eben jenen Zins zahlen, welcher, historisch betrachtet, oftmals frei verhandelt werden konnte. In der heutigen Zeit wird der Zinssatz für einen Kredit jedoch in der Regel vom Kreditgeber nach bestimmten Kriterien ermittelt und vorgegeben. Die Bonität des Kreditnehmers spielt dabei eine große Rolle.

Der Kreditgeber vertraut grundsätzlich auf die Fähigkeit und die Bereitschaft des Schuldners, den Kredit zu tilgen. Das heisst, den geliehenen Kreditbetrag zu den vereinbarten Kreditkonditionen (Kreditrate plus Zinsen) pünktlich zurückzuzahlen. Wenn die gewünschten und beantragten Kreditsummen außerordentlich hoch sind, die Bonität des Schuldners oder eben das Vertrauen in ihn zu schlecht ist, so können seitens des Kreditgebers vom Kreditnehmer entsprechende Sicherheiten verlangt werden. In der Regel schlagen sich diese negativen Kredit Voraussetzungen jedoch einmal in höheren Zinsen für den Kredit nieder.

Die Absicherung eines Kredits

Kreditsicherheiten fallen dem Kreditgeber dann zu, wenn der Kredit nicht vereinbarungsgemäß zurückgezahlt wird oder werden kann. Als gängige Sicherheiten gelten Sachwerte wie Immobilien und Grundstücke, materielle Gegenstände von hohem Wert wie Autos, Kunstgegenstände als auch Schmuck sowie Versicherungen mit hohem Kapitalwert (Lebensversicherungen etc.). Auch die Benennung eines solventen Kreditbürgen kann für die Bank als Kreditsicherung gelten. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Kreditbürgschaft, die mit der ursprünglichen Definition von Kreditsicherheiten nicht viel zu tun hat. Die Verwertung, also der Verkauf von Sicherheiten stellt jedoch einen zusätzlichen Aufwand dar, auf den der Kreditgeber gern verzichtet. Dementsprechend kann die Verwertung von Kreditsicherheiten seitens der Bank las das letzte Mittel zur Verhinderung des vollständigen Kreditausfalls betrachtet werden. In der Regel wird der Kreditgeber versuchen gemeinsam mit dem Kreditnehmer alternative Lösungen zu erarbeiten.

Die historische Abstammung des Begriffs „Kredit“

Der Begriff “Kredit” leitet sich her aus den lateinischen “credere”, was “glauben”, aber auch “vertrauen” bedeutet. Dabei ist bis heute nicht eindeutig geklärt, ob der Ursprung des Finanzwesens tatsächlich auf die Zeit des Römischen Reiches zurückzuführen ist. Zahlreiche Historiker vermuten die ältesten Vorläufer des heutigen Banken- und Kreditwesens nicht in Rom. Vielmehr scheint der Ursprung in Mesopotamien zu liegen. Einem wichtigen kulturellen Entwicklungszentren des Alten Orients. Und diese Annahme ist historisch betrachtet nicht von der Hand zu weisen. Es ist belegt, dass in dieser Region viele für die gesamte Menschheit entscheidende Entwicklungsschritte aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen und der entstehenden Hochkulturen stattfanden. Und zwar deutlich früher als in anderen Regionen der Welt. Archäologen zufolge finden sich in Mesopotamien schon ab dem zweiten Jahrhundert vor Christus erste Belege für Kontenführung, Anleihen, Schecks, Wechsel und die Buchführung über Forderungen.

Der moderne Kredit

In der heutigen Zeit versteht das Wort „Kredit“ als eine Art Sammelbegriff. Dahinter verbirgt sich eine nicht geringe Anzahl an verschiedener Formen der Sach- und Geldleihe. Jedoch kann grundsätzlich zwischen dem Privatkredit und dem Bankkredit unterschieden werden. Der Ausdruck Privatkredit ist von dem „Kredit von privat“ zu unterscheiden. Umgangssprachlich werden sie manchmal gleichgesetzt, was im Grundsatz falsch ist. Denn während der erste Begriff auf die Situation des Kreditnehmers hinweist, bezieht sich letzterer auf die Herkunft des geliehenen Geldes. Hier auf Jetztkreditvergleich.de bieten wir ihnen fast jede Form eines Kredits verschiedenster Finanzinstitute und Kreditgeber an. Nutzen Sie hierzu einfach unseren einfach zu handhabenden Kreditvergleichsrechner!